~fast wie zuhause~

Veröffentlicht auf von p.

Noch 144 Tage.

Heutiger Rubbellosgewinn: Null.

Ich fühle mich im Krankenhaus schon wieder fast wie zuhause. Butterbrote schmieren und klein schneiden, Tabletts abräumen, Urinbeutel leeren, Erstmobilisation nach der OP, Brechbottiche anreichen ... herrlich! Wie früher, quasi. Nur das Heparinspritzen habe ich mir mal verkniffen, auch wenn es böse in den Fingern gejuckt hat. Aber ich wollte den lieben Schwestern und Pflegern ja nicht auf die Füße treten. Die haben eh schon so wirsch geguckt. Auch wie früher.

Und damit ich mich auch bloß an früher erinner, hängt dieses dämliche 100JahreGeburtstagsPoster vom Krankenhaus immer noch an der Wand vor'm Stationszimmer. Und immer noch grinst mich mein Gesicht an, das ich aber zum Glück nur noch knapp wieder erkenne. Der Unterschied ist echt riesig .. meine Güte.

Und apropo Unterschied: Wieso schmeckt der Tee im Krankenhaus immer so seltsam? Normalerweise sollte man meinen, dass Früchtetee gleich Früchtetee ist, mit wenigen Unterschieden vielleicht. Aber vorhin der Tee schmeckte eindeutig nach Krankenhausfrüchtetee, als ob sich der Geruch der Station schon im Prozellan festgefressen hat. Bäh. Also nicht, dass ich meiner Mutti ihren Tee weggetrunken hätte. Sowas würde ich natürlich niemals tun. Schließlich bin ich eine liebende und mitfühlende Tochter. Aber probieren kann man ja mal.

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