~Planungsprobleme~

Veröffentlicht auf von p.

Noch 139 Tage. Die Zeit vergeht wie im Flug. Nur scheint das ein Flugzeug wie von meiner Türkeirückreise zu sein. Angeschaubte Klappstühle mit rotem Lederbezug und eine nicht vorhandene Beinfreiheit. Aber egal. Die Zeit geht um. Alles andere interessiert mich nicht. Ich sollte nur vielleicht langsam mal den Urlaubsantrag abgeben ..

Seit gestern verdiene ich mir mein Geld sozusagen während der Fahrt. Die gleiche Arbeit wie vorgestern .. nur war ich knappe vierzig Minuten länger unterwegs, weil sich zwei alte Schachteln, die auch noch in einem Haus wohnen, nicht auf eine Uhrzeit einigen können. Die Eine möchte bitte ihre Kompressionsstrümpfe schon früh ausgezogen bekommen, idealerweise so gegen sechs, vielleicht noch um halb sieben .. die Andere möchte bitte nicht vor acht versorgt werden, weil das ja sonst noch viel zu früh ist. Lustigerweise geht erstere Dame weder um sieben in's Bett, noch lässt sich die zweitere Dame um acht irgendwie helfen. Hilfe lässt sie nämlich nur zu, wenn sie Lust hat.

Aber man muss die Leute ja irgendwie glücklich machen. Also fahre ich zwei Mal in die gleiche Straße, in das gleiche Haus .. und habe durch diesen völlig unsinnigen Fahrweg eine längere Arbeitszeit von vierzig Minuten. Aber bitte .. wenn ich nicht wieder den Spätdienst vor meinem freien Wochenende hätte, wäre mir das ja sowas von egal. Nur so bin ich irgendwie etwas unmotiviert, wenn ich aufgrund dieser komischen Wünsche erst so sehr spät nach Hause komme.

Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit .. aber dann müsste wieder alles umgeplant werden und man weiß ja nie, welcher meiner lieben anderen Honks Kollegen wieder wo nicht hin darf, weil er / sie es sich wieder mit den Leuten verscherzt hat. Aktuelles Beispiel von gestern - Eine Kollegin hat jetzt quasi Hausverbot bei einer Dame bekommen, weil sie etwas zu penetrant beim Geldeintreiben war. Eine Rechnung aus der Apotheke musste bezahlt werden und Kollegin A. sollte das Geld dazu einsammeln. Die gute Dame hatte nur leider kein Geld zuhause, wollte den Betrag dann am nächsten Tag begleichen. Eigentlich kein Problem - nicht so bei Kollegin A., die wahrscheinlich Betrug im schlimmsten Fall witterte. Sie müsse jetzt das Geld bezahlen, könne ja nicht sein, dass sie kein Geld zuhause habe. Ausserdem würde sie (also die liebe Kollegin) jetzt so lange im Haus stehen bleiben, bis sie endlich das Geld hätte. Ansonsten könne sie ja auch den Fernseher mitnehmen. Ein guter Trick .. wirklich. Achja, habe ich schon erwähnt, dass es um die Unsumme von ganzen neun (9!) Euro ging? Also dafür würde ich auch den Fernseher mitnehmen .. und die Rechnung dann freiwillig aus eigener Tasche bezahlen.

Naja, jedenfalls ist so das nächste "Hausverbot" ausgesprochen worden .. das macht die Tourenplanung doch gleich schon viel spannender!

Ach, was wunder ich mich überhaupt .. eigentlich muss ich doch eh täglich mit so etwas rechnen.

Veröffentlicht in ~@work~

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