~Tagesbeginn ohne Worte~

Veröffentlicht auf von p.

M. hat scheinbar überlebt und ist wieder auf dem Weg nach Hause. Nachdem wir heute morgen ... mhm ... drei Sätze miteinander gesprochen haben?

Aber ich entschuldige mich besser schonmal, dass ich den Wecker nicht sofort ausgemacht habe, weil ich das Geräusch nicht einordnen konnte. Desweiteren entschuldige ich mich auch für die Kälte in meinem Schlafzimmer - immerhin war es so kalt, dass er gefroren hat. Aber ich bin einfach unfähig .. ich weiß nicht, welche Lösung sich anbietet, wenn die Heizung aus sein sollte, weil er sonst husten muss, er aber das Fenster auf haben möchte, weil die Luft dann besser ist. Was soll ich tun? Ich entschuldige mich auch, dass ich erstmal Zeitung gelesen habe und nicht direkt den totalen und allumfassenden Mitteilungsdrang hatte.

Was aber genau seine "Entschuldigung" für Aufstehen - Zähne putzen - anziehen - Kaffee trinken - fahren war, weiß ich noch nicht. Aber was ärgere ich mich. Immerhin ist er krank. Da braucht er doch keine Begründung oder Entschuldigung für irgendetwas.

Mir soll es jetzt aber auch egal sein. Die nächsten Tage muss ich mich damit nicht wirklich befassen. Und was dann an unserem "freien" Wochenende passiert, werde ich immer noch rechtzeitig sehen. Und wenn wir uns nicht sehen .. dann eben nicht. Aber wenn er bis dahin nicht wieder fit ist, verzichte ich freiwillig auf ein gemeinsames Wochenende. Denn meine Bücher lesen oder vor dem Laptop sitzen oder spazieren gehen oder irgendwas anderes machen kann ich auch so .. ohne darauf Rücksicht nehmen zu müssen, ob der sterbenskranke Mensch grad in der Lage ist, sich zu bewegen und sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, ohne sekündlich zu husten.

Plan für heute, den scheinbar zweiten freien Tag:

Kaffee trinken bis zum Umfallen, mittags zum Friseur (endlich!!!!), nachmittags Büffelhälften in der extra dafür vorgesehenen Mikrowelle grillen. Doch, könnte mir gefallen.

 

Vielleicht bin ich dann heute Nacht sogar motiviert genug, mich hier mal näher mit dem Seitenoutfit zu befassen. Irgendwann gab es eine Zeit, da konnte ich sowas mal .. vielleicht finde ich ja noch Reste von diesen Kenntnissen in irgendwelchen verstaubten Hirnschubladen.

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