~eingewöhnen ist doof~
Die erste Nacht im eigenen Bett war irgendwie .. doof. Mir fehlte eindeutig die Gesellschaft, das leise Schnarchen, das unauffällige Tv - einschalten, wenn man nicht mehr schlafen kann und der Tritt an's Schienbein, wenn ich mich im Bett wieder zu breit gemacht habe. Alles nicht da.
Wenigstens wurd ich auch durch die Sonne und die Vögel geweckt. Sind zwar andere Federtierchen gewesen, aber sei's drum.
Pläne für heute? Weiter fleissig Wäsche waschen .. verspätetes Geburtstagskaffeetrinken mit Papa, Blümchen abholen und heut Abend irgendwann zu N. fahren, um das Chaos der letzten zwei Wochen aufzuarbeiten. Zwischendurch das Hotel vermissen, die Leute aus dem türkischen Bad vermissen, sehnsüchtig an die Käseröllchen und Teigteilchen denken und die Tage zählen, bis der Urlaub im nächsten Jahr vor der Tür steht. Immerhin dazu habe ich mich jetzt schon entschlossen - egal was nächstes Jahr auch passiert, ich schenk mir zum Geburtstag über diesen Tag wieder mindestens zwei Wochen Urlaub. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte am Samstag wieder zuhause gesessen .. och nö. Dann lieber wieder in der Türkei, mit liebevoll gedecktem und dekoriertem Frühstücks - und Abendbrottisch, einer Flasche Sekt und einer Massage am frühen Morgen. SMS lesen kann ich auch zwischendurch, die Anzahl derjenigen, die an solche Tage denken, hält sich ja eh in Grenzen. Aber das kenn ich ja schon.
So. Papa wartet. Es ist zwar für meine Verhältnisse noch mitten in der Nacht, aber da ich in den letzten zwei Wochen einen vorbildlichen Schlafrhythmus hatte, fällt mir das Aufstehen heute wenigstens noch nicht ganz so schwer. Kein Wunder, wer fast jeden Abend spätestens um halb elf schläft und morgens erst um kurz nach acht wieder aus dem Bett krabbelt .. nein, ich habe meinen Urlaub nicht komplett verschlafen, das sieht nur so aus. Ich habe mich einfach ... ausgeruht und entspannt. (und war einfach mal bodenlos faul). Manchmal darf man das.