~Vorsicht, Wurfgeschoss~
Noch 103 Tage.
Der böse überaus liebe Mika mobbt mich sorgt sich um meine Freizeitgestaltung und bewirft mich mit Stöckchen. Absichtlich. Ich find das fies ja total lieb von ihm. Und unterstellt mir dann noch Frömmigkeit und so. Noch fieser liebenswürdiger.
Die heutigen Stöckchenregeln:
~ Verlinke die Person, die Dich getagget hat und poste die Regeln.
~ Schreibe 7 Dir zufällig einfallende und / oder seltsame Eigenschaften von Dir hier nieder. Sie interessieren uns alle!
~ Tagge 7 Personen am Ende deines Posts und verlinke sie in deinem Text.
~ Teile jedem der 7 Personen durch einen Kommentar auf ihrem Blog mit, dass sie von Dir getagget wurden.
Toll. Ich werde versagen. Aber damit ich mir nicht nachsagen lassen muss, dass ich es nicht versucht hätte ... Den Schuldigen habe ich eingangs bereits genannt. Ich kann auch gerne versuchen, anhand meiner Vorstellungskraft Fahnungsfotos zu malen, befürchte allerdings, dem Original nicht ganz so gerecht zu werden.
Okay. Sieben Eigenschaften. Die bekomm ich noch hin.
1) Ich habe ein Problem mit Uhrzeiten. Ich bin quasi dauernd unpünktlich .. bzw. eigentlich schon wieder pünktlich unpünktlich. Denn ich komme mit schöner Pünktlichkeit eine Viertelstunde zu spät. Immer. Grundsätzlich. Egal was ist. Egal bei wem. Selbst zur Arbeit würde ich zu spät kommen .. wenn ich nicht irgendwann mal auf die Idee gekommen wäre, meine Uhren vorzustellen. Das ist das Einzige, was irgendwie hilft. Deswegen gehen bis auf meine Laptopuhr auch alle anderen Zeitanzeiger vor. Dummerweise zeigen nur alle eine unterschiedliche Zeit an. So geht die Uhr in meinem Dienstauto sechs Minuten, mein Radiowecker sieben Minuten vor, die Uhr in meinem Auto mittlerweile zwanzig. Krass war es damals bei Mutti - da musste die Zeitschaltuhr im Badezimmer 43 Minuten vor laufen, damit ich morgens pünktlich zur Arbeit kam. Völlig bescheuert eigentlich - da ich im Kopf eh die Zeit zurück rechne und somit schon genau weiß, wie spät es wirklich ist. Aber wehe, es verstellt einer die Uhren .. dann funktioniert echt gar nichts mehr. Selbst bei gleichen Abläufen .. kaum geht eine Uhr richtig, bekomm ich zeitlich nichts mehr auf die Kette. Das macht selbst mir Angst.
2) Ich schreibe an meinen freien Samstagen to - do Listen. Aber nicht, damit ich nichts vergesse. Ich weiß schon ziemlich genau, was ich alles erledigen muss. Ich schreibe die Dinger, weil ich mich über jeden Punkt freue, den ich darauf abhaken kann. Deswegen stehen da auch so ... seltsame Dinge drauf wie duschen, mit Papa Kaffee trinken oder einkaufen. Ausserdem wird jeder einzelne Putzpunkt (Staub putzen, Staub saugen, Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Wäsche abnehmen, Wäsche in den Schrank räumen) notiert, so dass ich nicht irgendwann nur einen Punkt durchstreichen kann .. sondern zwischendurch ganz viele. Irgendwie finde ich das .. motivierend. Glaube ich.
3) Eigentlich bin ich ein Ordnungs - und Sortierfreak. Vermutlich. Ich habe nur leider nie eine Ahnung, wie ich irgendwas sortieren kann. Ich finde immer meine ganz eigene Ordnung, die nur leider niemand anders versteht .. und die selbst mir irgendwann zu kompliziert wird. Das fängt mit meinen ganzen wichtigen Unterlagen an, geht über DVDs und Bücher bis hin zu .. keine Ahnung. Alles ist irgendwie nach einem bestimmten und nur mir bekannten System sortiert .. man sieht es nur nicht direkt.
4) Achtung, das Outing schlechthin - Ich habe Angst vor Spritzen. Und Nadeln. An sich ist das nichts besonderes, das haben schließlich mehrere. Ich find's nur bedenklich, wenn man beruflich mit dem ganzen Zeug zu tun hat und dabei schon zittrige Hände bekommt. Insulinspritzen und Co kann ich setzen. Kein Problem. Bei Spritzen in den Muskel werde ich schon dezent nervöser und hoffe einfach nur, dass mir die Spritzen nicht aus den Händen flutscht. Wenn jemand in meine Richtung guckt .. bzw. wenn eine Nadel in meine Richtung schaut .. omg. Da wird mir beim Gedanken schon dezent schlecht und mich überkommen Fluchtgedanken. Ich, ein Diabetiker? Im Leben nicht! Wie soll ich mir jemals eine Spritze selbst setzen? Ich hab ja schon zittrige Hände und brauch 'ne halbe Stunde, wenn ich mir nur 'nen Bluttropfen aus dem Finger bzw. dem Ohr abnehmen soll. Und dann soll ich mir so'n langes Ding in den Bauch pieksen? Niemals! Wenn ich mir vorstelle, ich liege wegen irgendeiner OP im Krankenhaus und die kommen mit diesen verflixten Heparinspritzen zu mir ... niemals! Dann können die auch gerne zu dritt kommen - zwei halten fest und der dritte spritzt. Anders dürfte das wohl nicht funktionieren. Blutabnahmen kann ich noch tolerieren .. Impfungen hingegen? Pah! Wer braucht schon 'ne Tetanusimpfung? Genau. Geht auch ohne. Mhm. Irgendwie ist mir jetzt übel.
5) Ich kann ohne eigenes Kuschelkissen nicht einschlafen. Auch wenn's blöd klingt. Solange ich nicht mein eigenes Kissen unter dem Kopf habe, geht da gar nichts. Selbst mit in den Urlaub muss das Teil .. natürlich inklusive kleinem Stofftier. Wobei mir grad einfällt .. mein Zweiohrküken ist immer noch weg. Und es bricht mir immer noch das Herz. Ich will mein Küken wieder!
6) Ich glaube manchmal, ich bin einsam. Weil ich rede. Also nicht mit anderen Menschen, sondern mit der Hefe. Und meinen Blumen. Und meinen Giraffen. Und meinem Auto. Ich weiß nicht, ob das so gesund ist. So wirklich normal ist das nicht, aber das überrascht mich nicht wirklich. Vielleicht sollte ich mir dann richtige Sorgen machen, wenn ich mehr mit meinen Giraffen, Blumen oder Autos rede und die Gesellschaft anderer Menschen als völlig überflüssig empfinde?
7) Ich schweife ab. Und das liebend gerne und in jede nur erdenkliche Richtung. Wollte ich irgendwas bestimmtes erzählen, habe ich wenige Minuten bestimmt eine Menge erzählt .. aber nicht das, was ich eigentlich wollte. Meistens weiß ich nichtmal, wie ich auf ein bestimmtes Thema komme. Oder kann mir jemand erklären, wie ich letztens bei einer Patientin darauf komme, ihr zu erzählen, wie Schweine durch das Küchenfenster in die Küche gucken und uns beim Frühstück zusehen? Nein? Seht ihr .. ich kann's auch nicht mehr nachvollziehen. Aber das passiert mir ständig. Wenn ich schreibe, dann merkt man das nicht ganz so arg - ich kann schließlich nicht ganz so schnell schreiben wie sprechen. Aber wenn ich rede - also wenn ich meine natürliche Schüchternheit abgelegt habe und endlich den Mund aufbekomme - dann ist da wirklich nichts und kein Thema mehr vor mir sicher. Beängstigend, fällt mir mal so auf.
So. Fertig. Alle noch da? Fein.
Kommen wir also zu dem unlösbaren Problem mit der nächsten sieben - ich kenne keine sieben Leute, an die ich das Teil weiterreichen könnte. Okay, mein Lieblingsherni müsste drunter leider, soviel steht fest. Aber der scheint gerade irgendwie ziemlich schreibfaul zu sein .. ob ich ihn auf die Art wach bekomme?
Ansonsten darf sich jeder angesprochen fühlen, der hier durch Zufall mitliest .. ich reiche dieses Geäst gerne auch an dich weiter. Hinterlasse mir doch einfach einen Hinweis, wo ich dann die sieben wichtigen Details aus deinem Leben finden kann, okay?
So, danke für die Aufmerksamkeit. Ich wende mich jetzt wieder den völlig unwichtigen Dingen in meinem Leben zu. Schlafen oder Nase putzen oder sowas. Spannend.