~die Zusammenkunft~
Es war nett. Schon fast wider Erwarten war es richtig nett und ich würde mich wirklich freuen, wenn es im Sommer zu der angedachten Wiederholung kommen würde. (Auch wenn ich noch nicht wirklich auf der Gästeliste stehe, weil ich mal wieder eine große Klappe hatte und dem dann gastgebenden Schalker ein paar nicht so nette Dinge über seinen Verein gesagt habe *murmel*) Wir waren Samstag zwar nicht komplett - unser Küken fehlte aufgrund fehlender Zeit und fehlendem Geld, der werdende Papa kränkelt vor sich hin und die Cousine von der anderen Seite .. war einfach nicht da. Dafür hatten die drei restlichen Cousinen jeweils ihren Freund mit, was die Runde also quasi wieder aufgefüllt hat.
Spaßig war es schon vorher, weil M. irgendwie jedem eine andere Zeit genannt hat. So saß ich ab knapp 19 Uhr auf'm Sofa während der Rest dann irgendwann gegen viertel vor neun eintrudelte.Für mich kein Nachteil, kam ich so wenigstens noch in den Genuß der äußerst delikaten DosenGulaschsuppe, die M. mit viel Liebe für uns in den Topf geschmissen zubereitet hat. Nachdem wir dann irgendwann doch vollständig waren, ging's auch direkt hoch unter's Dach, wo M. sich eine kleine Bar eingerichtet hat. Klar, bei dem Beruf, da muss sowas ja sein. Praktisch war es natürlich, weil man sich so nicht den ganzen Abend an Cola oder so festhalten musste .. sondern auch diverse antialkoholische Cocktails durchprobieren konnte. Sehr lecker. Ich kann schon verstehen, wieso der gute Mann einen so tollen Job hat.
Zum Verlauf des Abends lässt sich sonst gar nicht so viel sagen. Es wurde viel gequatscht und gelacht und die Stimmung war wesentlich besser als auf sämtlichen Familienfeiern bis dahin zusammen.
Kleines Highlight: Cousinchen erzählt vorher noch, dass sie bei der letzten Party versehentlich ausgeschlossen wurde und sie ewig lange unten vor verschlossener Tür stehen musste, weil niemand ihr Klingeln gehört habe. So hätte sie auch diverse Geschäfte im Garten verrichten müssen und hätte sich beinahe den Hintern abgefroren, weil es einfach erbärmlich kalt war. Nur durch Zufall sei sie dann quasi wieder in's Haus gekommen.
Eine knappe Stunde später fällt auf, dass man ja noch eben Saft besorgen könnte. Eben erwähntes Cousinchen (übrigens die Schwester von M.) und ein Cousin machen sich auf den Weg in den wirklich nahe gelegenen Supermarkt, um gewünschtes zu besorgen. Noch etwas später fällt den restlichen Anwesenden auf, dass die beiden schon wirklich lange lange unterwegs sind. Es wird noch gescherzt, ob sie sich verlaufen haben .. als ein plötzlicher Geistesblitz die Runde macht: Hat A. überhaupt einen Schlüssel mit? Natürlich nicht .. und unter einigem Gelächter tauchten die beiden Vermissten dann kurz danach wieder in der Bar auf, nachdem sich doch endlich jemand erbarmte und unten die Tür öffnete. Manche Dinge lernt man eben nicht.
Tja, und ansonsten ... ich hab ein langes Gespräch mit meiner jüngsten Cousine geführt .. und dabei erfahren, dass sie sich quasi mit ihrer Mum schon absprechen muss, dass die beiden wenigstens ein Mal im Monat miteinander telefonieren. Das und noch einiges andere fand ich schon übel .. so verquer meine lieben Eltern auch sein mögen, aber so schräg würd's hier wahrscheinlich nicht abgehen.
Mit M. habe ich auch lange geredet .. nachdem ich ihn nach Autogrammkarten gefragt habe (schillernde Persönlichkeiten muss man eben auf diese Weise anhimmeln) und er mich verdächtigte, ihn verarschen zu wollen (wollte ich natürlich im Leben nicht!), kamen wir irgendwie auf die AIDA zu sprechen .. und er erzählte, wo er schon überall war, was er gesehen hat und wie schön das für ihn sei, einfach mal in Barcelona einen Kaffee zu trinken oder andere Dinge zu tun, die für viele Menschen einfach nur ein Traum bleiben. Seine nächste Fahrt geht von Hamburg nach New York .. und ja, gewissermaßen bin ich neidisch. Auch wenn Neid das verkehrte Wort ist. Ich freue mich wirklich sehr für ihn, dass er einen Job gefunden hat, der ihm so viel Spaß macht und bei dem er solche Möglichkeiten hat. Andere müssen für eine derartige Fahrt tief in den Geldbeutel greifen, während er zwar arbeiten muss .. aber sowas immer und immer wieder erleben darf. Irgendwann erzählte ich ihm dann, dass es auch für mich ein Traum war bzw. ist, auf der AIDA zu arbeiten .. dass ich bisher aber nie über die Warteliste hinaus gekommen bin. Die meisten Stellen dort werden eben doch über Beziehungen weitergegeben .. und grad bei den Krankenschwestern scheint es wohl so zu sein, dass wenn jemand nicht mehr mitfahren möchte, meistens schon selbst den Nachfolger in's Bott holt. Was meinte M. daraufhin? Wenn das wirklich mein Wunsch sei .. er kenne die Person, die die Einteilung macht, sehr gut .. wenn ich also wirklich wüsste, worauf ich mich da einlasse (noch "schlimmere" Arbeitszeiten als jetzt) würde er mir möglicherweise helfen können.
Toll. Ausgerechnet jetzt. vor zwei Jahren wäre das das Beste gewesen, was ich mir hätte vorstellen können .. jetzt denke ich dann schon wieder daran, dass das bedeuten würde, M. ein halbes Jahr oder länger nicht zu sehen, N. ein halbes Jahr oder länger nicht zu sehen, meine Eltern nicht zu sehen .. Gerade ich, die sowieso so ein Gewohnheitstier ist und sich manchmal schwer mit neuen Situationen tut. Aber mal abwarten. Mein lieber Cousin ist jetzt ab März sowieso erstmal wieder unterwegs .. und wer weiß, was sich bis zum Sommer alles entwickelt.
Auf alle Fälle bin ich froh, dass er die Idee zu so einem Treffen hatte, ich bin froh, dass ich hingehen konnte (und nicht schon vorher keine Lust hatte und abgesagt habe) und dass es ein so schöner Abend war, dass an eine Wiederholung gedacht wird. Ich würde mich freuen.
Und bis dahin träume ich einfach noch ein bisschen von der Aida und dem Meer *seufz*