~Nicht lustig Part II~

Veröffentlicht auf von p.

Es bleibt unlustig. N. war gestern in Dortmund beim anderen Pflegedienst und hat sich dort mit den "Inhabern" über deren Angebot unterhalten. Es ist wirklich so toll, wie es im ersten Moment klang. Und das unlustige daran ist, dass ich mitgehen könnte. N. hat sogar selbst schon mit denen darüber gesprochen. Hundertundfünfzig Euro mehr im Monat wären drin, zusätzlich dürfte ich ein Mal in der Woche meinen Privatwagen volltanken, damit mich die Spritkosten nicht umbringen. Außerdem sei es durchaus machbar, mir eine Tour zu geben, in der ich nicht um sechs, sondern erst etwas später anfangen müsste, so dass ich nicht noch eher aufstehen muss. Schließlich sei es mir nicht zuzumuten, jeden Morgen um vier aufzustehen, nur weil der Anfahrtsweg so lang ist. Doppeldienste gibt es dort nicht, eine vierzig - Stunden - Woche ist selbstverständlich. Die Spätdienste gehen bis ungefähr um acht. N.s Bekannter aus der PDL - Schule, der ihr dieses Angebot quasi ermöglich hat, möchte natürlich keinen Druck ausüben .. sie solle mir das Angebot nur erstmal übermitteln, dass ich darüber nachdenken kann. Falls ich mehr Geld bräuchte wäre wohl auch noch etwas Spielraum nach oben. Und selbst mein Urlaub im April dürfte kein Problem sein. Normalerweise sind die ersten sechs Monate ja Probezeit mit Urlaubssperre .. aber in diesem Fall könne das wohl geregelt werden.

Sprit - und Anfahrtsmäßig scheint also eine Lösung in Sicht, der Urlaub ist weiterhin möglich .. jetzt stehe ich nur vor dem gleichen Problem wie N. - es ist ziemlich schwierig, das jetzige Team "alleine" zu lassen. Dafür verstehen wir uns alle zu gut untereinander, dazu macht das miteinander arbeiten einfach zu viel Spaß. Außerdem gibt es viele, viele Patienten, die ich in den letzten zwei Jahren wirklich in mein Herz geschlossen habe. Ein Vorteil wäre natürlich, dass ich weiterhin mit N. zusammen arbeiten könnte, dass wir uns weiterhin täglich sehen würden. Ein durchaus einflußnehmender Punkt.

Wie gut, dass ich so unschlüssig bin. Wie gut, dass ich so ein Gewohnheitsmensch bin. Wie gut, dass ich jetzt schon weiß, dass es in der jetzigen Firma ohne N. im Chaos enden wird. Die Cheffin ist ja schon kaum in der Lage, in zwei Wochen Urlaubsabwesenheit den Laden weiterzuführen, ohne dass es total chaotisch wird.

Ich will da nicht drüber nachdenken. Kann ich nicht einfach irgendwo einen Arbeitgeber finden und da für den Rest meines Lebens arbeiten? Müssen immer diese komischen Wechsel sein?

Eigentlich kann ich mir das Nachdenken oder drüber reden aber sparen. Rein logisch betrachtet: Ich habe die Chance, mich finanziell und von den Arbeitszeiten her deutlich zu verbessern. Ich habe die Chance, weiterhin mit N. zusammen zu arbeiten. Wäre ich doof, wenn ich das ablehne und stattdessen bei der Frau bleibe, die ihrer Tochter einen Freifahrtschein ausstellt und alle anderen darunter leiden müssen? *seufz*

N. schreibt mir heute auf jeden Fall schonmal ein Arbeitszeugnis. Also eh alles entschieden?

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Veröffentlicht in ~@work~

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P
<br /> Sowas frage ich mich eh ständig .. ich bin nur halt leider echt ein Gewohnheitstier, egal um was es geht. Und grad bei so "großen Schritten" tu ich mich irgendwie schwer :-/<br /> <br /> <br />
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A
<br /> Glaube, man muss hierbei gut abwägen was einem glücklicher macht, bzw. was besser für einen ist.<br /> Wenn das Angebot für die andre Stelle dich anspricht und du Chancen hast, die du jetzt nicht hast - zugreifen. Andernfalls wirst du dich später fragen, wieso du es nicht getan hast... :/<br /> <br /> <br />
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