~supervisiert~
Noch 67 Tage.
Irgendwie .. nett. Da machen wir während der Weiterbildung einen Tag Supervision ... zum Thema "frustrierende Weiterbildung, die so gar nichts bringt und irgendwie doof ist". Unser Dozent war mäßig irritiert, hat sich aber netterweise darauf eingelassen und so wirklich dafür gesorgt, dass wir die letzten Tage auch noch irgendwie überstehen, ohne dass wir nennenswerten Schaden davontragen müssen.Seine Verzweilfung war zwischendrin irgendwie genau so sichtbar wie unsere .. und er bemühte sich wirklich, uns dazu zu bringen, irgendetwas positives aus den letzten drei Monaten zu ziehen.
Wir haben uns nachher darauf geeinigt, dass der Tee toll ist, dass wir uns freuen, dass die Gruppe wirklich toll ist und wir auf einen Haufen intelligenter Menschen gestoßen sind, die zumindest in diesem Punkt alle einer Meinung sind. Und wir freuen uns darüber, dass wir nur noch fünf Tage Schule haben.
Ich für meinen Teil habe immerhin festgestellt, dass ich den ganzen Palliativbereich eigentlich recht spannend finde .. und vielleicht sogar wirklich darin arbeiten könnte, wenn ich mir denn dann in den nächsten Wochen und Monaten das nötige Wissen in Eigenregie angeeignet habe. Letzteres ist dann auch der Plan von allen anderen .. da wir auch in dem Punkt übereinstimmen, dass es toll und wünschenswert gewesen wäre, wenn man uns genau das dann hier näher gebracht hätte.
Unser Supervisionsmensch war ebenfalls dezent schockiert, als er vom Verhalten einer Dozentin erfahren hat .. und hat für einen kurzen Moment wohl wirklich überlegt, ob er einen Tag in der nächsten Woche einfach mal als Teilnehmer im Raum bleibt .. und sei es auch nur, um für unsere geistige und seelische Unterstützung zu sorgen. Aber irgendwie hatte er wohl doch zu viel Angst ..
Somit durften wir uns heute entgültig von ihm verabschieden .. schade drum. Einer der drei Menschen, die die Tage da wirklich angenehm gemacht haben. Aber wer weiß, vielleicht sieht man sich ja doch nochmal wieder .. ich persönlich würd mich freuen.
Morgen geht's dann um Sexualität in der Palliativpflege. Irgendwie ... ach, was wunder ich mich jetzt schon. Ich werde einfach ganz entspannt bleiben, auch wenn das einigermaßen schwierig werden dürfte, da Lieblingspapas Schwiegersohn seit knapp zwei Wochen kaputt und ich demnach ziemlich .. unausgeglichen bin. Aber was soll's, ne?